
Im Prinzip kann man aus allem Kleidung machen: Baumwolle, Seide, Leder, Latex - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Allerdings sind die Geschmäcker verschieden, wie wir bei einer Umfrage auf der Straße erfuhren.
Im ersten Lehrjahr an der Berufsschule sind wir noch alle vereint, doch eigentlich lernen wir alle unterschiedliche Berufe: Maßschneider, Änderungsschneider, Modenäher und Modistin. Das alles hat irgendwie mit Schneidern zu tun, und doch gibt es Unterschiede.
Maßschneiderinnen und Maßschneider beraten Kunden und fertigen individuelle Bekleidungsstücke nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen an. Sie zeigen Geschick bei der Wahl der Stoffe und für das passende Design. Wie das geht, erzählt uns Merve am Beispiel eines Rocks.
In der Industrie ist alles ein bisschen größer und weniger individuell. Hier arbeiten die Modenäher mit speziellen Fertigungsmaschinen. Über die Unterschiede zwischen Handwerk und Industrie gibt Peter Burghart, Leiter der Mustergruppe bei Bogner, Auskunft.
Wieder sehr kreativ und handwerklich ist der Beruf der Modisten (Hutmacher). Wir wollten wissen: Wie entsteht eigentlich ein Hut? Modistin Christine Halbig hat es uns in ihrem Münchner Atelier gezeigt.
Stellt sich die Frage: Welche Vorraussetzungen und Fähigkeiten sollte man für den Beruf des Schneiders mitbringen, egal ob Maß, Hut, Industrie? Genau das wollten wir von den Schülern der Meisterschule für Mode in München wissen.
Schneider ist ein traditioneller Handwerksberuf, in dem es wie in jedem anderen Beruf Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Hierzu einige Beispiele: Gewandmeister/in, Kostümbildner/in, Modedesigner/in, Stylist/in, Textildesigner/in. Allerdings ist die Herstellung von Kleidung oft reine Massenproduktion, und die passiert im Ausland. Gibt es also für uns überhaupt noch eine Zukunft? Dazu haben wir den Herrenschneider Manfred Rudolph interviewt.
Manfred Rudolph führt sein Geschäft in der vierten Generation. Diese Familie muss ihren Beruf wirklich lieben! Allerdings zählt das Maßschneiderhandwerk heutzutage zu einem der seltenen Berufsstände dieser Gesellschaft. Was macht den Beruf trotzdem so reizvoll? Dazu befragten wir einige Meisterschüler in München.
Früher gingen Schneidergesellen auf die Walz. Was ist heute noch von den Bräuchen unseres Handwerks übrig geblieben? Das wollten wir von der Trachtenschneiderin Annamirl Raab wissen. Ihr Fazit: Es geht doch nichts über eine gute Nähmaschine!
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Wir sind losgezogen und haben auf der Straße genauer nachgefragt, was die Menschen heute am liebsten tragen und wie hoch der Stellenwert der Mode ist.
"Visionen begegnen, Kreativität erleben, Geschmack treffen" - Das ist die Philosophie des Maßschneiders Daniel Fendler, dessen Schwerpunkt auf der Herstellung exquisiter und luxuriöser Unikate liegt. In seinem Geschäft in der noblen Münchner Maximiliansstraße sprach er mit uns über Mode, neueste Trends und Inspirationen.
In der Bayerischen Staatsoper und dem Münchner Volkstheater dreht sich alles um historische Kostüme: Ballettröckchen und Schnittmuster, die es nur noch selten gibt.
Da ist handwerkliche Höchstleistung gefragt! Ein Hörrundgang durch die Kostümabteilungen.
