
Das wollten wir als erstes wissen. Der Beruf ist sehr vielseitig, und es gibt viele Arten von Maschinen. Christian Seidl, Simon Steinberger und Sebastian Sieghart machten sich in Mühldorf auf den Weg und befragten Passanten in der Innenstadt, was ihrer Ansicht nach ein Landmaschinenmechaniker tut.
Motoren reparieren, ausrücken, wenn ein Häcksler auf dem Feld seinen Geist aufgibt, Kundendienst beim Rasenmäher durchführen - all das macht ein Landmaschinenmechaniker. Doch das ist nicht alles in diesem Beruf. Ab und zu erfindet ein Mechaniker sogar ein Bauteil für ein Gerät. Josef Wenzeys und Markus Hausleitner haben einmal genauer recherchiert, was denn so alles zum Berufsbild des Mechanikers für Land- und Baumaschinentechnik gehört.
Häcksler, Mähdrescher, Motorsägen, Motorsensen, Schlepper, Traktoren, Rasenmäher - all das gehört zu den Landmaschinen. Das bedeutet: Ein Mechaniker muss sich technisch bei all diesen Geräten auskennen. Doch das allein macht noch keinen guten Landmaschinenmechaniker aus. Was muss ein guter Landmaschinenmechaniker alles mitbringen? Das wollten Martin Gruber, Sebastian Lohmayer und Benjamin Groß in einer Umfrage unter Lehrlingen wissen.
Und wie sehen das die erfahrenen Meister? Auch dazu machte unser Team eine Umfrage.
Früher wurden Geräte in alten Schmieden hergestellt, früher waren die Bauern mit Kartoffelsetzgeräten auf dem Acker unterwegs. Heute arbeiten Landmaschinenmechaniker auch mit dem Computer - der zum Beispiel Fehler im Motor eines Traktors auslesen kann. Wie sich der Beruf geändert hat und wie wichtig die Erfahrung eines Meisters bei der Arbeit ist, darüber berichten Christian Huber, Simon Winbeck und Johannes Stadler. Sie haben sich mit alten sowie auch jungen Meistern unterhalten.

Jeden Schultag erklären sie, wie Maschinen funktionieren oder worauf es bei der Arbeit ankommt. Vor dem versammelten Publikum muss Oberstudienrat Gustav Deinböck ein zerlegtes Bauteil blitzschnell zusammenbauen. Reporter Sebastian Lohmayer kommentiert:
Er gehört zu den bekanntesten und zu den größten Landmaschinen - der Mähdrescher. Wie funktioniert so ein Ungetüm auf vier Rädern? Christian Huber, Johannes Stadler und Simon Winbeck haben sich nach Mühldorf auf den Stadtplatz begeben und fragten einmal nach.
Umfrage: Wie funktioniert ein Mähdrescher?
Und so erklären die Landmaschinenmeister, wie der Mähdrescher funktioniert:
Die Werkstatt der Baywa in Traunstein: riesige Hallen, in denen mehrere Traktoren Platz haben. Werkbänke, Werkzeugschränke an den Wänden, auf den Regalen Werkstoffe wie Dichtungsmasse, Öle oder Reinigungsmittel. Hierher bringen die Kunden ihre Landmaschinen zum Reparieren. Und langweilig wird es hier keinem Mechaniker, denn es gibt viel zu tun. Martin Endlicher und Johann Berger berichten in einer Reportage über den Arbeitsalltag in einer Werkstatt.
Bei einem hervorragenden Landmaschinenmechaniker sind alle Sinne gefragt. Peter Diewald ist der "Herr der Landmaschinen" an der Berufschule 1 in Mühldorf. Er beweist vor dem Publikum mit verbundenen Augen, dass er Geräte und auch deren Fehler nur am Geräusch erkennt.

Genaue Berufsbezeichnung:
Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik
Erforderlicher Schulabschluss:
Qualifizierter Hauptschulabschluss.
Anhand des sehr umfangreichen und komplizierten Spektrums wird ein Realschulabschluss empfohlen.
Ausbildungsdauer:
Die Berufsausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre, dabei besteht die Möglichkeit einer Lehrzeitverkürzung auf 3 Jahre. Voraussetzungen dafür sind:
Einverständnis von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule, im Jahreszeugnis der 11. Klasse ein Notendurchschnitt von mind. 2,5 und eine hervorragende Leistung in der Gesellenprüfung Teil 1
Ausbildungssystem:
Die Berufsausbildung erfolgt im dualen System. Das heißt: Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Die Berufsschule kann im Blockunterricht oder an bestimmten Tagen der Woche erfolgen
Weiterbildungsmöglichkeiten:
Lehrling- Geselle- Meister. Als Meister hat man die Möglichkeit eine eigene Werkstatt zu leiten und eigene Lehrlinge im eigenen Betrieb auszubilden.
Über den Besuch der Fachoberschule oder Berufsoberschule mit anschließendem Studium ist eine Weiterbildung zum Ingenieur, Techniker oder Berufsschullehrer möglich. Voraussetzung dafür ist die Mittlere Reife, die man auch an der Berufsschule erwerben kann.
Allgemeine Aufgaben eines Landmaschinenmechanikers:
Die Aufgaben des Landmaschinenmechanikers werden in verschiedene Aufgabenbereiche eingeteilt. z. B.:
Fahrzeugservice: Pflegen und Warten von Fahrzeugen z. B. Kundendienst oder Ölwechsel durchführen, Reifen montieren,
Maschinentechnik: Instandsetzung von Motoren und Maschinen, Kolben und Kolbenringe wechseln, Instandsetzung eines Generators
Elektrotechnische Systeme: Instandsetzung von Sichtanlage z. B. Scheinwerfwerfer, Blinker, Bremslicht und Rückleuchten
Montagetechnik: Technik der verschiedenen Schweißarten, Löten und der Metallbearbeitung
Steuer und Regelsysteme: Aufbau einer hydraulischen Anlage nachvollziehen. Abdichten von Hydraulikzylindern,
Vereinfacht gesagt: Der Landmaschinenmechaniker repariert Mähdrescher, Häcksler, Schlepper und alle dazugehörigen Arbeitsmaschinen.
Aber auch Kleingeräte zu reparieren gehören zur Tätigkeit des Landmaschinenmechanikers z. B. Motorsägen, Freischneider, Rasenmäher und Forstmaschinen.
Voraussetzungen:
Folgende Eigenschaften sind für einen Landmaschinenmechaniker notwendig:
Räumliche Vorstellungskraft, Kreativität, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit, viel Kraft, gute Augen und ein gutes Gehör, motorische Fähigkeiten, technisches Verständnis, Kundenfreundlichkeit und viel Spaß an der Arbeit.