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Goldschmiede
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Städtische Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk

Kurzporträt

Städtische Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk

Durchstöbern einer Goldschmiede-Werkstatt

Laden Fell

Wir betreten den Laden.
Die Arbeitsplätze des Meisters und des Lehrlings befinden sich im hinteren Teil des Verkaufsraums. Auffällig sind die sogenannten Felle unter den Tischen, die den, bei der Arbeit entstehenden Goldstaub auffangen, und den Schoß des Schmiedes vor herunterfallender Glut schützen.

Werkbank

Angefangen bei den Arbeitsmaterialien bis hin zu Lötgerät und Werkzeugen, wie Zangen und Feilen, herrscht hier ein geordnetes Chaos. Kaffee gibt den nötigen Antrieb.


Jeder von uns kann sich unter dem Begriff "Armschmuck" etwas vorstellen, nur dass sich unsere jeweiligen Bilder sicher nicht gleichen werden. Die Goldschmiederei ist also ein sehr vielseitig kreativer und individueller Beruf mit einer Menge verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten und Techniken.
Am Beispiel einer Armspange haben wir in Planegg von Markus Prokisch live aus Meisterhand erfahren, wie man schmiedet.
Die Datei als realAudio (3:39 min) oder MP3-Datei (3.5 MB)
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Pauli

Unsere Neugier führt uns die Treppe hinunter (dem kleinen Werkstatthund Pauli entgeht nichts). Unten angelangt finden wir uns in einer erweiterten Werkstatt wieder, für die oben kein Platz mehr ist.

Poliermaschine

Hier steht die oft benutzte Poliermaschine, mit der das fertige Schmuckstück seinen finalen Glanz erhält. Ein altes Goldschmiedesprichwort lautet: "Wenn's in der Nase kitzelt, gibt's Geld". Polieren ist eine sehr staubige Angelegenheit und der letzte Schritt in der Herstellung eines Schmuckstückes, also wird es anschließend (hoffentlich) verkauft.


Es gibt verschiedene Methoden, wie man Metalle verbinden kann. Klassisch wird in der Goldschmiedewerkstatt gelötet, aber mittlerweile hat auch bei uns das moderne Zeitalter des Lasers Einzug gehalten. René Hofmann kann beides.
Die Datei als realAudio (3:33 min) oder MP3-Datei (3.4 MB)
Gift

Aus dem Giftschrank, ordnungsgemäß nicht in Augenhöhe, grinsen uns die Totenköpfe entgegen. Hier stehen Säuren und Laugen, die man zur täglichen Arbeit braucht.

Ringweitemaschine

Auf dem Schrank finden wir die Ringweitemaschine, mit der man zum Beispiel Eheringe schnell und einfach dehnen oder stauchen kann. Daneben steht die Graviermaschine, die mit Hilfe einer Vielzahl von Schriften und Buchstaben aus der Schublade, Schmuckstücke mit Namen oder Daten versieht.

In weiteren Schubladen finden wir zahlreiche Gussmodelle, die sich sowohl in Silber als auch in Gold oder Platin vervielfältigen lassen.


Was hat Goldschmieden mit Tieren zu tun? Kaum jemand hatte auf diese Frage eine Antwort. Dabei arbeiten Goldschmiede beim Gießen von Schmuckstücken mit Tintenfischen, Mammutzähnen und manchmal sogar mit kleinen Salamandern! Goldschmied Frank Schrems erklärt und verschiedene Gusstechniken.
Die Datei als realAudio (4:00 min) oder MP3-Datei (3.8 MB)
Kugelpunzen und Kugelanke

Darüber ist der Platz der Kugelpunzen und der Kugelanke, mit deren Hilfe man runde Blechscheiben zu Halbkugeln und Schalen klopfen kann.

Daneben steht das galvanische Rhodiumbad, welches speziell Weißgold einen strahlenden Glanz verleiht.


Eine sehr alte und sehr aufwändige Technik beim Goldschmieden ist das Ziselieren. In der Berufsschule lernen wir es nicht, deshalb haben wir nebenan in der Meisterschule vorbeigeschaut. Dort klopft und klappert es nämlich schon die ganze Woche. Franziska hat uns gezeigt wie ziselieren geht.
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Schmelze

Unter einer Abzugshaube befindet sich die Schmelze. In einem Schmelztiegel kann man Metalle einschmelzen, oder zum Beispiel Gold legieren (Feingold plus Feinsilber plus Kupfer) und dann in einem Schmelzblock zu Stangen oder Platten gießen.

In der Walze werden diese Stangen oder Platten dann auf die gewünschte Stärke gewalzt.

Ziehbank

Mit der Ziehbank kann man aus den Stangen Drähte in verschiedene geometrische Formen (rund, vierkant, oval, dreieckig etc.) und Stärken ziehen.

Ihr seht: Goldschmieden ist ein sehr vielseitiges Handwerk, oder ist es doch eine Kunst? Ein Kunsthandwerk, denn man braucht geschickte Hände und Kreativität und vor allem viel, viel Geduld.


Goldschmiede gibt es in vielen Kulturen und schon sehr lange - ist es doch ein Urbedürfnis des Menschen sich zu schmücken. Tito und Jens machen sich auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit und treffen interessante Menschen.
Teil 1: Die Etrusker
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Teil2: Die Inkas
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Teil 3: Design und die Kulturgeschichte des Schmucks
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Tipps


Und wenn ihr schönen Schmuck besitzt, dann solltet ihr in pflegen, damit ihr lange Spaß daran habt. Hier ein paar Tipps von und, den Experten.
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Goldschmiede

 

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