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Fischwirte
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Staatliches Berufszentrum Starnberg

Fischwirte

Ein Wirt, der gerne Fisch kocht?

Fischwirte

Der Beruf "Fischwirt" ist - zumindest in dieser Bezeichnung - ziemlich unbekannt. Das merkten wir bei einer Umfrage auf dem Münchner Viktualienmarkt. Zum Teil gab es gute Antworten, aber auch einige Passanten, deren Aussage ziemlich lustig war. Manche aber antworteten auf unsere Fragen mit "Das geht Sie doch nichts an" und gingen einfach weiter. Nach diesem Stress gönnten wir uns ein Weißwurstfrühstück mit einem kühlen Weißbier, um wieder auf Touren zu kommen. Fisch will schwimmen!

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Still und starr ruht der See

Fischwirte

Die professionelle Fischerei hat mit Angeln nicht viel zu tun. Selbst bei traumhaftem Wetter ist es harte Arbeit, morgens früh auf den See hinauszufahren und die Netze einzuholen. Uns hat Herr Hirn, Fischer am Starnberger See, in seinem Boot mitgenommen und uns in ein paar Geheimnisse seines traditionsreichen Berufs eingeweiht.

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Mit allen Wassern gewaschen

Wie findet man in einem riesigen See die fischreichsten Stellen? Wie verhindert man, dass Untiefen und Geäst unter Wasser die Netze zerstören? Klar: Ohne Erfahrungswissen geht das nicht. Und dann ist dieser Beruf ja auch noch außerordentlich gefährlich, wie uns Herr Müller erzählt hat. Er fährt mit über 70 Jahren immer noch fast täglich hinaus auf den Starnberger See.

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Fisch angelt man mit Netzen

Fischwirte

Bevor man den Fisch essen kann, muss man ihn natürlich erst mal fangen. Angeln sind etwas für Laien - der Fischwirt fängt den Fisch mit Netzen. Diese sind eine Wissenschaft für sich: Wir haben dazu Herrn Koch interviewt, einen ehemaligen Fischer vom Starnberger See. Er hat uns etwas von den verschiedenen Formen und der Geschichte des Netzes erzählt.

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Ein Beruf mit Zukunft

Fischwirte

Fischwirt - oder Fischer - ist einer der ältesten Berufe der Welt, selbst in der Bibel fährt Jesus mit Petrus und den anderen Jüngern zum Fischen hinaus. Aber hat der Beruf auch Zukunft? Wir haben verschiedene Fischwirtschaftsmeister über ihre Sicht befragt und viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema gehört. Eins ist sicher: Die Zukunft ist ungewiss. Ob die Fische im See oder in den Teichanlagen weiter so gut wachsen oder nicht, hängt auch eindeutig von der Umweltverschmutzung der Menschen ab - ob sie alles in die Gewässer werfen oder zum Recyceln bringen.

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Luxusartikel aus Seen und Meeren

Fisch ist wie Brot: Man braucht es zum Leben, vor allem wegen der wichtigen Eiweiße. So hat denn auch jeder Mensch seinen Lieblingsfisch. Bei den wenigsten handelt es sich allerdings um einheimische Fische, wie wir auf dem Münchner Viktualienmarkt erfahren haben. Schade, finden wir.

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Karpfen - nicht nur ein Weihnachtsfisch

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Seenfischerei ist auch Glückssache: Man weiß nie, was am nächsten Tag drin ist im Netz. Sicherer ist da die die so genannte Teichwirtschaft, bei der Fische kontrolliert gezüchtet und großgezogen werden. Paul Oberle züchtet Karpfen, und das schon in der elften Generation in einem Betrieb im fränkischen Aischgrund. Er ist extra fürs Interview nach Starnberg gekommen, das Interview wurde natürlich, wie für unseren Beruf üblich, an einem Teich abgehalten.
Diesmal war es aber kein üblicher Fischteich, sondern ein Gartenteich in unserem Schulhof. Der erfahrene Fischwirtschaftsmeister beantwortete unsere Fragen immer mit großem Fachwissen und Wortgewandtheit - und verriet interessante fachliche "Geheimtipps".

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Der Fischwirt als Hebamme

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Um Fische egal welcher Art zu züchten, muss man sie vermehren. Bis auf Aale werden alle in der europäischen Aquakultur gezüchteten Fischarten nachgezogen. Das heißt, dass keine natürlichen Jungfische gefangen werden müssen, um sie zu mästen. Dadurch werden die natürlichen Fischbestände nicht ausgebeutet - im Gegenteil:

Fischwirte

Es werden Jungfische in die Gewässer ausgesetzt und so gefährdete Fischarten wie z. B. Bachforelle und Äsche gefördert und in manchen Gewässern vor dem Aussterben bewart. Natürlich werden nicht alle Fische ausgesetzt, der Teichwirt braucht ja auch welche zum Verkauf. Diese werden in Teichanlagen groß gezogen. Wie die Vermehrung von Bachforellen funktioniert, zeigt unser Beitrag.

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Der Fisch - Opfer von Staustufen und Kormoranen

Fischwirte

Heutzutage werden Fische nicht mehr nur zum Verzehr gezüchtet, sondern auch um die natürlichen, oftmals stark gefährdeten Fischbestände jeglicher Art zu unterstützen. Der miserable Zustand der Bestände ist auf den Menschen zurückzuführen - einerseits durch Gewässerverschmutzung und andererseits durch im Fluss stehende Bauwerke wie Staustufen, die den Unterwassertieren den Weg versperren. Aber auch die immer größer werdende Kormoranplage setzt den Beständen zu. Wie die Fische aufgezogen und zurück in die Gewässer kommen, erklärt unser Beitrag.

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Hundert Fische pro Viertelstunde

Fischwirte

Fischwirte gibt es schon lange. Maschinen, die ihre Arbeit erleichtern, aber erst seit kurzem. Heute steuern schon Computer ganze Fischzuchtanlagen, doch die gängigsten Arbeitserleichterungen sind Sortiermaschinen und Schlachthilfen. Diese beiden Maschinen haben wir uns mit unseren Interviewpartnern angeschaut. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie man in sechs Sekunden einen Fisch schlachten kann, dann hören Sie doch einfach unseren Beitrag an.

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Kaviar, Matjes und Sülze

Fischwirte

In den letzten Jahren nimmt die Wertschätzung für leckeren, gesunden Fisch immer mehr zu. Für den Fischwirt reichen Zucht und Fischerei allein aber nicht mehr aus. Betriebe wie die Münchner Fischzucht Nadler verfeinern ihre Produkte gleich selbst. Am Ende kommen Fischleckereien dabei heraus, die jedem Gourmet das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ein guter Weg für die Zukunft - auch wenn manchmal ungewöhnliche Kundschaft vor der Ladentheke steht.

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Aus Liebe zum Fisch

Fischwirte

Abschließend haben wir uns bei Ammerseer Fischern umgehört, welche Voraussetzungen ein Fischwirt mitbringen muss. Zum Beispiel, dass eine hohe körperliche Anstrengung ohne Probleme zu bewältigen ist. Außerdem muss man bei Wind und Wetter draußen arbeiten, man darf also nicht aus Zucker bestehen. Egal wie kalt oder warm es ist: Wir haben mit Lebensmitteln zu tun, und die müssen immer und zu jeder Zeit geliefert werden. Aber das sind alles Voraussetzungen, die man lernen kann. Die wichtigste Voraussetzung überhaupt ist der Bezug zum Fisch! Denn wer keine Fische mag, der kann auch kein Fischwirt werden.

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Workshop Fischwirte

© Stiftung Zuhören 2007